21.02.24 –
Sowohl im Oestrich-Winkler als auch im Eltviller Wald gibt es seit einiger Zeit zu einem erheblichen Grad Kahlflächen. Diese befinden sich auch zum Großteil auf den ausgewiesenen Windvorrangsflächen. Längere Trockenperioden und Schädlingsbefall setzen dem noch vorhandenen Bestand weiterhin kräftig zu – neuerdings werden selbst die robusten Eichen seit 2023 vom Eichenprachtkäfern befallen und innerhalb von ein bis zwei Jahren stark geschädigt (siehe Wiesbadener Kurier 14.02.2024).
Aufgrund der mehrjährigen Trockenperioden und Schadfälle geht die Ertragsfähigkeit des Oestrich-Winklers Stadtwaldes stark zurück und wird sich aufgrund der Gesamtlage in den kommenden Jahren sogar zum hohen Investitionsbedarf umkehren, um die gesetzlich vorgegebene Wiederbewaldung umzusetzen. Zusätzlich wird in der Zukunft die Ertragskraft trotz anderer Baumartenmischung niedriger sein als die der aktuellen Bestände. Ökologisch und ökonomisch ist dies eine tragische Entwicklung für unsere Bürger und die Stadt.
Zu einem Antrag unserer Fraktion in 2022 zur Wiederbewaldung nahm das Forstamt Rüdesheim wie folgt Stellung (Zitatauszug vom 9.9.2022): „In Zeiten stark zurückgehender Erträge aus der regulären Waldbewirtschaftung und den absehbar nötigen hohen zukünftigen Investitionen in Wiederbewaldung, Waldumbau und Walderhalt ist die Abwägung alternativer Einkommens- und Finanzierungsquellen anzuraten.“
„Aus Sicht des forstlichen Dienstleisters sind Überlegungen der Stadt Oestrich-Winkel als Waldeigentümerin, forstliche Flächen durch die Gestattung von Windkraftanlagen in den ausgewiesenen Vorranggebieten in Wert zu setzen, grundsätzlich zu begrüßen.“
Dieser fachlichen Einschätzung schließen wir uns an, haben das Bürgerbegehren für Windkraft tatkräftig unterstützt und werden beim Bürgerentscheid mit JA stimmen – so der Vorsitzende des Ortsverbandes Klaus Bleuel.
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