GRÜNE: Sonnenenergie mehr nutzen wird für die Energiewende nicht reichen

Sehr erfreut zeigt sich die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN darüber, dass der Antrag der GRÜNEN die Solarkampagne der Hessischen Energieagentur (LEA) aufzugreifen und durchzuführen endlich für Oestrich-Winkel umgesetzt wird. „Wir haben in den letzten Wochen erlebt, dass viele Anträge die wir in Richtung Solarenergie, Photovoltaik, z.B. auf öffentlichen Dächern und umweltfreundliche Beschaffung gestellt haben, angenommen wurden. Das war jahrelang nicht der Fall, erinnert die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Stadtverordnetenfraktion, Ingrid Reichbauer. Umso schöner, dass jetzt nach über einem Jahr in der neuen Wahlperiode Bewegung in den Klimaschutz kommt. Wir haben aber in Oestrich-Winkel kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Der einstimmige Stadtverordnetenbeschluss zur Umsetzung einer Solarkampagne ist eine Maßnahme, die wir begrüßen. Er enthielt eine Ansammlung von Punkten im Solarbereich, die wir schon lange gefordert haben, so die GRÜNE Fraktionsvorsitzende. Nach jahrlangem vergeblichem Kampf um die Einstellung eines Klimamanagements wurde nun auch die vom Bund zu 70% finanzierte Stelle einer Klimamanagerin geschaffen. Jetzt besteht die Chance, dass sich eine Person, die in der Verwaltung zukünftig für den Bereich zuständig ist, um die Konzepterstellung und die Umsetzung kümmert. Auch dies durchaus ein Fortschritt.

Wir stehen aber beim Klimaschutz und dem Ausbau der erneuerbaren Energien vor solchen Herausforderungen, dass Solarenergie und Photovoltaik allein nicht reichen wird. Sie ist ein notwendiger Baustein, aber allein für eine zukunftsweisende Energiepolitik wir zu wenig, so die GRÜNE Fraktion.

Neben dem Ausbau von PV-Anlagen gibt es aber noch eine ganze Reihe weiterer Themenfelder im Klimaschutz. Von der Beratung über energetische Sanierung und Bauen, über die Beratung von Bürgerinnen und Bürger zur Effektivierung der Heizungsanlage bis hin zu Tipps, wie im Haushalt Energie gespart werden kann reicht die Bandbreite. Hier sind leider Jahre verschwendet worden.

Die derzeitige Energiekrise zeigt es uns ganz deutlich: Wir sollten auf erneuerbare Energie setzen und uns unabhängig von fossilen Brennstoffen werden. Dies ist nicht nur wegen der Umwelt und Klimas notwendig. Derzeit wird sehr deutlich wie erpressbar wir als Land durch den Bezug von Gas und Öl sind. Wir werden, um uns autark von fossilen Brennstoffen zu machen sowohl den massiven Ausbau der Solarenergie aber auch den Ausbau der Windkraft benötigen, betonen die GRÜNEN.

Sie ist laut wissenschaftlichen Erkenntnissen die effektivste Form der Energieerzeugung durch Erneuerbare Energien. Wer eine ernsthafte Energiewende will, kommt an Windkraft nicht vorbei.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt-, Planen Bauen, Klaus Bleuel (GRÜNE) ergänzt: „Für uns GRÜNE ist auch der Einsatz von Windkraft und Solarparks als ernsthafter Bestandteil der dezentralen Energieversorgung unumgänglich, Nur so machen wir einen ernsthaften Schritt zur Eigenversorgung mit Strom. Aus unserer Sicht muss mit dem St-Florians-Prinzip und dem Verhalten nach dem Prinzip „not in my backyard“ Schluss sein.

Wir müssen auch hier vor Ort in Oestrich-Winkel unseren möglichen Beitrag zur Energiewende leisten, so die GRÜNEN.

Das geht natürlich nur mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Deshalb werben wir für die Energiewende auch mittels Windkraft. Unsere Hoffnung ist ein zunehmendes Bewusstsein dafür, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt, sondern erzeugt werden muss. Die beste KW-Stunde Strom ist die, die nicht benötigt wird, so Ingrid Reichbauer abschließend.

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