Biosphärenregion Rheingau – Wiesbaden – Main-Taunus: Bündnis 90/Die GRÜNEN kritisieren Einseitigkeit der Informationsveranstaltungen

05.03.20 – von Marika Prasser-Strith –

In einem zweijährigen Prozess wurden unter breiter Beteiligung vielen Organisationen und Institutionen die formale und gesellschaftliche Machbarkeit geprüft. Diese Machbarkeitsstudie liegt jetzt vor. Sowohl die formale als auch die gesellschaftliche Machbarkeit ist gegeben. Inhalte einer solchen Biosphärenregion sollen neben der Themen Forst- und Landwirtschaft sowie Umwelt auch die Bereiche Soziales, Bildung, Kultur, Forschung und Wirtschaft. In den 11 Arbeitsgruppen zu diesen Themenfelder haben 9 Arbeitsgruppen Chancen gesehen, die Wirtschaft (IHK) verhält sich neutral und wird sich erst entscheiden. Dagegen war die Arbeitsgruppe Landwirtschaft.

Das Ergebnis der ergebnisoffenen Machbarkeitsstudie liegt jetzt den Kommunen vor. Diese sollen bis zur Sommerpause entscheiden, ob ein Antrag erstellt werden soll sich als Biosphärenregion bei der UNESCO zu bewerben.

Nun sollen in Oestrich-Winkel dazu zwei Informationsveranstaltungen stattfinden, in denen sich allerdings 70 % der Vorträge ausschließlich auf das einzige Themenfeld Land- und Forstwirtschaft beziehen. Die eingeladenen Referenten sind mehrheitlich kritisch und eher gegen eine Biosphärenregion. Die GRÜNEN fordern hier auch noch Referenten des BUND oder des NABU einzuladen. Es ist keine Frage, dass Bedenken berücksichtigt werden. Und es wäre erstrebenswert, wenn sich auch in diesem Themenfeld im Laufe der weiteren Diskussion eine positive und zukunftsorientierte Chancenbewertung einstellen würde. Dazu gibt das Verfahren der Antragsstellung zur Einrichtung einer Biosphärenregion, sollten die Kommunen dies entscheiden, weitere Gelegenheit. Auf jeden Fall darf eine Entscheidung über die Antragsstellung nicht aufgrund einseitiger Informationen beeinflusst werden.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN schlägt vor, dass sich der Ausschuss JSSK mit der Biosphärenregion ebenfalls befasst. Sie schlagen vor, Vertreterinnen der Kirche für den Bereich Soziales, Bildung und Forschung sowie Tourismus einzuladen. Damit soll die ganze Bandbreite des Themas Biosphären deutlich gemacht werden und hält bleibende Informationslücken zu schließen.

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