Begehung Windvorrangfläche der Oestrich-Winkeler GRÜNEN

Im Rheingau liegen 6 Windvorrangflächen des Teilplans Erneuerbare Energien (TPEE) von Hessen mit einer Fläche von ca. 900 ha. Die größte dieser Flächen (2-414) mit knapp 400 ha liegt ausschließlich im Bereich des Oestrich-Winkeler Stadtwalds. Zu einem informativen Rundgang durch diese Fläche hatten die GRÜNEN eingeladen und

Im Rheingau liegen 6 Windvorrangflächen des Teilplans Erneuerbare Energien (TPEE) von Hessen mit einer Fläche von ca. 900 ha. Die größte dieser Flächen (2-414) mit knapp 400 ha liegt ausschließlich im Bereich des Oestrich-Winkeler Stadtwalds. Zu einem informativen Rundgang durch diese Fläche hatten die GRÜNEN eingeladen und der Ortsverbandsvorsitzende Klaus Bleuel konnte dazu etwa 20 Interessierte begrüßen. Darunter auch Sigrid Hansen, die grüne Kandidatin für die nächste Landratswahl.

„Für die GRÜNEN ist es eine Verpflichtung, durch die Nutzung der Windenergie auf den ausgewiesenen Vorrangflächen zur Energiewende beizutragen. Nur so können langfristig die Energieversorgung umweltverträglich gesichert sowie die Energiekosten minimiert werden.“, fasste Klaus Bleuel den Standpunkt der GRÜNEN in Oestrich-Winkel zur Windenergie im Rheingau zusammen. Hessenweit sind etwa 2% der Fläche für die Nutzung der Windenergie ausgewiesen und die 900 ha des Rheingaus sind ein Teil davon.

Nach der Begrüßung startete der Rundweg vom Parkplatz Kreistanne über den Rheinhöhenweg bis zum Grauen Stein und zurück über die Kalte Herberge. Dabei machten die vorhandenen großen Kalamitätsflächen entlang der gesamten Strecke, verursacht durch Sturm, Trockenheit und Schädlingsbefall, den besorgniserregenden Zustand des Waldes sehr deutlich. Die in Deutschland begründete nachhaltige Waldwirtschaft befindet sich durch den bereits eingetretenen Klimawandel vor enormen Herausforderungen.

Während der Wanderung informierte Klaus Bleuel, auch basierend auf aktuellen  Stellungnahmen des Forstamts Rüdesheim im Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen von Oestrich-Winkel, über die mögliche Nutzung der Windenergie im Wald von Oestrich-Winkel. So sind zur Aufstellung einer Windenergieanlage nur etwa 0,5 ha Freifläche erforderlich, was einem Kreis von knapp 40 m Radius entspricht. Von der Oestrich-Winkeler Waldfläche von etwa 3.000 ha würden nur wenige Prozent benötigt werden, um die Erwartungen des TPEE zu erfüllen. Dabei bieten die Windvorrangflächen im Rheingau gemäß des TPEE ein Potential, um mehr Strom aus Windenergie zu erzeugen, als der Rheingau benötigt.

Gleichzeitig besteht, so Klaus Bleuel, für die Bürgerinnen und Bürger die Chance, sich an den Investitionen zu beteiligen und günstig umweltfreundlichen Strom zu beziehen. Für die Kommunen bietet die Aufstellung von Windkraftanlagen vor Ort ein erhebliches Einnahmepotential durch Pacht, Ertragsbeteiligung und Gewerbesteuern, das nachhaltig den Haushalt stabilisieren und die zukünftigen geringeren Forsterträge kompensieren kann.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Oestrich-Winkel      Dieter Möller (Pressesprecher)

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Grüne Presseerklärungen