27.01.2014

Wasserkraft aus Strombojen ist kein Ersatz für Windenergie

Die Grünen in Oestrich-Winkel begrüßen die Möglichkeit, dass Strom
umweltfreundlich auch durch Nutzung der Rheinströmung gewonnen werden könnte.
Durch die gemeinsam mit der SPD beantragte Expertenanhörung wird die
Diskussion über die Energiewende um einen neuen Mix aus erneuerbaren Energien
bereichert. Eine grundlastfähige Stromboje erzielt jedoch nur den Bruchteil der
Leistung eines Windrads.
Es ist noch völlig ungewiss, ob die Strombojen für die Nutzung der Wasserkraft aus
dem Rhein jemals die vorstellbaren maximal 30% des derzeitigen Rheingauer
Strombedarfs erzeugen können. Noch sind sie technisch nicht ausgereift, somit ist
die Zuverlässigkeit nicht gesichert, und die Serienfertigung ist erst für dieses Jahr
geplant. Auch ist unklar, ob tatsächlich ausreichende Rheinabschnitte mit genügend
Strömung verfügbar sind, um Hunderte von Strombojen einzubauen. Keine der
bisherigen Potenzialstudien für den Rheingau nennt die Energie aus Strombojen als
ernsthafte Alternative. Da der Strom aus Strombojen wesentlich teurer sein wird als
aus Windkraft, wird auch eine größere Unterstützung aus dem EEG notwendig sein –
was sich wiederum auf die Verbraucherpreise auswirkt. Viele Fragen, die nun weiter
untersucht werden müssen, die uns aber auf dem Weg in die Energiewende nicht
ausbremsen dürfen.
„Wir müssen deshalb auch erkennen, dass in diesem neuen Energiemix im Rheingau
die Wasserkraft eine Ergänzung sein kann, aber nur die Windenergie den
Löwenanteil leisten kann und damit für eine konsequente Energiewende
unverzichtbar bleiben wird“, so der Fraktionsvorsitzende Klaus Bleuel.

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